Traditionelle Wanderschaft heutzutage

11.01.2020 bis 18.10.2020 in Haus II

Mit Wanderschaft ist die Walz der Handwerker, also jene drei Jahre und einen Tag, die die Wandergesellen ihrem Heimatort fernbleiben müssen, gemeint. In dieser Zeit sollen sie lernen, wie ihr Beruf andernorts praktiziert wird, sollen Fähigkeiten, Werkzeug, aber auch Menschen und Gebräuche kennenlernen.

Das Traditionelle steht für die Regeln, an die sich Wandergesellen halten müssen und die sich in über 700 Jahren kaum verändert haben. Manche Regeln wurden angepasst, einige kamen neu hinzu: Ein eigenes Handy zu besitzen ist für die Reisenden verboten, denn diese gab es im Mittelalter noch nicht.

Auch heute noch – also heutzutage – gehen junge Männer und Frauen nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung in einem Handwerksberuf (Zimmerer, Dachdecker, Maurer u.v.m.) auf die Walz.

Diese besondere Ausstellung wurde von Karin Augart-Bohr konzipiert und ausschließlich mit Leihgaben ehemaliger Wandergesellen aus verschiedenen Schächten bestückt. Um sie künftigen Generationen zeigen zu können, wurde die komplette Ausstellung fotografiert. 

Nachfolgend der Rundgang durch die Ausstellung mit nur sehr kurzen Erläuterungen - die langen Texte der Ausstellung zum Nachlesen sind als PDF hinterlegt.


Zu Beginn gibt es eine kurze Einleitung und es werden die


Im großen Ausstellungsraum werden die C.C.E.G. und die 


In der ersten Standvitrine findet man Literatur zur Walz,


Stubenschild der Gesellschaft der rechtschaffenen fremden und einheimischen Maurer- und Steinhauergesellen aus Strasburg von 1930 (Metall):



An dieser Stellwand mit einem beispielhaften Ablauf der Wanderschaft durfte jeder Wandergeselle Bilder aufhängen. Die Stellwand im Januar:








Im zweiten Raum gibt es eine Vitrine fürs Gepäck,


Neben den Charlottenburgern gibt es im zweiten Raum eine Leseecke (leider nur bis März aufgrund der Corona-Pandemie) mit Erklärung einiger Fachbegriffe.



Regeln und die Wanderschaft als solche erklärt.



Schächte (Gesellenvereinigungen) vorgestellt.




Erwanderungsbänder, Ehrbarkeiten und Wanderbücher.



Stubenschild des Rolandschachts aus Duisburg (Holz):



Heimreise und Aufklopfen erklärt mit Text und Bild.


Die Stellwand im Oktober:






eine Kluft zum Anfassen und die große Raumvitrine mit







In der zweiten Standvitrine findet man Andenken an die Wanderschaft (z.B. eine Zunftpfeife des Rolandschachts) und Schallerfleppen (Liederbücher).






Jeden Monat ein neues Bild:



Hüten
, Stenz, Jackett und Weste.











Auf dem Weg nach draußen kommt man im großen Ausstellungsraum an diesem Tisch mit einigen Flyern vorbei.


Leihgeber

Das Stadtmuseum Hofgeismar, vor allem Karin Augart-Bohr, bedankt sich herzlich bei allen Leihgebern:

- den Freien Vogtländern Deutschlands

- dem Fremden Freiheitsschacht

- dem Rolandschacht

- der Vereinigung der rechtschaffenen fremden Zimmer- und Schieferdeckergesellen Deutschlands

- der Gesellschaft der rechtschaffenen fremden und einheimischen Maurer- und Steinhauergesellen

- dem Freien Begegnungsschacht

- Axt & Kelle

- e. F.V.D. Bernd Bohr

- e. F.V.D. Robert Augart

- r.frd.einh. Steinmetz Ralf Schlaufmann

- einh. r.frd. Zimmerer Jan Teuteberg

Damit wir Ihnen ein optimales Besucher-Erlebnis bieten können, verwendet diese Seite Cookies.