Gesundbrunnen Hofgeismar

1639, mitten im 30-jährigen Krieg, entdeckte ein verwundeter Soldat auf einer Wiese östlich der Stadt Hofgeismar eine Mineralquelle. Das heilkräftige Wasser half ihm, seine Verwundung auszuheilen. Dieser Erfolg sprach sich schnell herum und in kurzer Zeit versammelte sich viel Volk um die Wunderquelle. Krücken, Hörrohre, Blindenstöcke und andere Hilfsmittel sollen von den Geheilten bei ihr zurückgelassen worden sein, um von ihrer Wirkung Zeugnis abzulegen.

Ob die Quelle tatsächlich »Bind-, Taub- und Stummheit« geheilt hat, wie eine zeitgenössische Quelle behauptet, lässt sich in unserer rationalen Zeit nicht mehr überprüfen - es ist ziemlich unwahrscheinlich. Der Brunnen mit seinem rötlichen, sehr eisen- und salzhaltigen, etwas nach Schwefel schmeckendem Wasser wurde jedenfalls Ausgangspunkt für einen Badeort mit einem großartigen architektonischen Ensemble, das praktisch vollständig erhalten ist.


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