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Gedenken des Stadtmuseums an Novemberpogrome 1938


Wie jedes Jahr lädt das Stadtmuseum Hofgeismar am Montag, den 9. November, ein zum Gedenken an die Opfer der im Holocaust ermordeten Hofgeismarer Bürgerinnen und Bürger.

Sie findet statt in der Neustädter Kirche und beginnt um 18 Uhr.

In diesem Jahr steht das Schicksal der jüdischen Familie Kanter aus Sielen im Mittelpunkt. Die Brüder Erich und Hermann Kanter konnten nach Verfolgungen und schwersten Misshandlungen 1937 und 1938 nach Bogota flüchten.

Als besondere Gäste aus Miami sind am 9. November die Brüder Hermann und Eric Kanter und Hermann Kanters Sohn Abraham als Vertreter der dritten und vierten Generation nach den Überlebenden des Holocaust anwesend. 

Im Dialog mit den Gästen wird die Geschichte ihrer seit Jahrhunderten in Nordhessen verwurzelten Familie erzählt. Ihr Schicksal nach 1933 steht beispielhaft für die Folgen von Rassenideologie, Antisemitismus und die Zerstörung demokratischer Werte.

Musikalisch umrahmt wird der Abend von den Sängerinnen und Sängern des Chors The Soundweavers.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Hofgeismar und wird unterstützt von der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung.