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Hitzewelle sorgt für Spitzenwerte beim Trinkwasserverbrauch


„Unsere Brunnen und Anlagen laufen stabil und die Speicher sind gut gefüllt“, beruhigt Torben Busse, Bürgermeister der Stadt Hofgeismar. „Allerdings führt die gleichzeitige, intensive Nutzung von Trinkwasser in den Abendstunden – insbesondere durch automatische Rasensprenger und das Befüllen von Gartenpools – zu einer extremen Belastung des Leitungsnetzes. Die Hochbehälter benötigen die Nachtstunden, um sich wieder zu regenerieren.“

Mit dem frühzeitigen Aufruf setzt das Wasserwerk auf die Eigenverantwortung der Hofgeismarer. Das erklärte Ziel der Maßnahme ist es, behördliche Wassernutzungsverbote proaktiv zu vermeiden. Torben Busse macht jedoch auch die Konsequenzen klar: „Sollte sich die Lage in den kommenden Tagen weiter zuspitzen und die Spitzenverbräuche nicht spürbar sinken, ist ein offizielles, behördliches Verbot zur Rasenbewässerung und Poolbefüllung für das Stadtgebiet unausweichlich in Aussicht gestellt.“

Die Stadt Hofgeismar bittet daher ab sofort um die Beachtung folgender Vorsorgemaßnahmen:

  • Umdenken beim Rasen: Im Angesicht der fortschreitenden Klimakrise müssen wir unsere Gewohnheiten anpassen – ein Rasen muss im Hochsommer nicht immer saftig grün sein. Gelbe Flächen sind in dieser Jahreszeit Natur und erholen sich beim nächsten Regen von selbst. Auf das großflächige Sprengen sollte in den Spitzenstunden (16:00 bis 22:00 Uhr) gänzlich verzichtet werden.
  • Gelassenheit am Gartenpool: Wenn die Kinder im Pool planschen und dabei Wasser herausspritzt, gehört das zum Sommerspaß dazu. Das Becken muss danach jedoch nicht jedes Mal direkt wieder automatisch bis zum Rand aufgefüllt werden. Auch hier spart jeder Zentimeter wertvolles Trinkwasser. Zudem sollten Erstbefüllungen von großen Pools nicht in den Abendstunden erfolgen und im Idealfall vorab kurz mit dem Wasserwerk abgestimmt werden.
  • Zielgerichtetes Gießen: Nutzen Sie für Nutz- und Ziergärten nach Möglichkeit gesammeltes Regenwasser und gießen Sie ausschließlich in den kühlen Morgen- oder späten Abendstunden, um Verdunstungsverluste zu minimieren.

„Wenn wir jetzt alle gemeinsam ein wenig an den Stellschrauben drehen und Prioritäten setzen, kommen wir sicher und ohne restriktive Maßnahmen durch diese heißen Sommerwochen“, betont Torben Busse.