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Stadtwald im Wandel: Magistrat informiert sich vor Ort


Wie entwickelt sich der Hofgeismarer Stadtwald angesichts des Klimawandels? Welche Baumarten haben Zukunft und warum werden manche Bäume entnommen, während andere ganz bewusst dauerhaft erhalten bleiben? Diesen und weiteren Fragen gingen Bürgermeister Torben Busse und Mitglieder des Magistrats bei einem Waldspaziergang mit Revierleiter Gabriel Menke nach.

Die turnusmäßig stattfindende Exkursion führte durch verschiedene Abteilungen im süd-östlichen Teil des Stadtwaldes. An unterschiedlichen Stationen erläuterte Gabriel Menke anschaulich, wie langfristig forstliche Entscheidungen angelegt sind. Denn wer einen Wald bewirtschaftet, denkt nicht in Monaten oder wenigen Jahren, sondern häufig in Zeiträumen von mehreren Jahrzehnten.

Gerade der Klimawandel stellt die Forstwirtschaft dabei vor neue Herausforderungen. Standortbedingungen und die Wahl geeigneter Baumarten müssen noch stärker aufeinander abgestimmt werden. Mischbestände und eine größere Vielfalt an Baumarten gewinnen an Bedeutung. In einem Bereich soll beispielsweise ein bestehender Nadelholzbestand langfristig in Richtung eines Edellaub-Mischbestandes entwickelt werden, da entsprechende Baumarten dort unter den künftig zu erwartenden Bedingungen bessere Voraussetzungen haben.

Dass nachhaltige Waldentwicklung viele unterschiedliche Aspekte umfasst, wurde während des Rundgangs ebenfalls deutlich. Dazu gehören Naturverjüngung und standortgerechte Baumarten ebenso wie der Verzicht auf Kahlschläge, der Erhalt von Habitatbäumen und Totholz sowie Maßnahmen zur Wasserrückhaltung.

Unterstützt wird diese Entwicklung durch das Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“. Die Stadt Hofgeismar erhielt 2025 einen Zuwendungsbescheid, der über zehn Jahre eine jährliche Förderung von 63.272 Euro vorsieht.

Bürgermeister Torben Busse zeigte sich nach dem Rundgang beeindruckt von der langfristigen Perspektive der Forstwirtschaft und der Arbeit von Revierleiter Gabriel Menke. Besonders positiv sei, dass bereits frühere Förstergenerationen den Stadtwald umsichtig und nachhaltig entwickelt hätten. Dadurch verfüge Hofgeismar heute über gute Voraussetzungen, um auf die neuen klimatischen Herausforderungen zu reagieren. Die nachhaltige Bewirtschaftung werde konsequent fortgeführt.